· 

Fleischbeschau, Neo-Identität und Ermächtigung.

Fleischbeschau, Neo-Identität und Ermächtigung.

Was haben „der Bachelor“ und die Neo-Identitären gemeinsam? Die Villa sei kein Harem und rechte Politiker seien keine Sympathisanten der Identitären – also: dass sie augenfällige Bezüge leugnen. Würde es sich dabei nur um symbolische Bezüge handeln, könnte man von einer privaten Verleugnungsstrategie zum Umschiffen persönlicher Entwicklung sprechen; leider handelt es sich aber um zu konkrete Bezüge im Kontakt- und Umweltfeld eines kulturellen, eines politischen Gesellschaftslebens aktiver Protagonisten, um sie als marginale Randerscheinungen intimer Natur zu bagatellisieren. In beiden Welten, sowohl in der sexualisierten Welt jenes Harems, als auch in der klagenden Innen(politischen)welt der Neo-Identitären, neigt man zur betroffenen Enttäuschung, bzw. zur leidenschaftlichen Entrüstung – und sieht rot. Unsere übermenschlichen Rosenkavaliere verteilen ihre Veilchen ebenso missverstanden wie gezielt, immer auf der Hut vor dem Tick  zu viel an Drama – um stets attraktiv zu bleiben (sex sells). Ihrem Drama folgt die Ordnung, das Gesetz:

 

„Ich glaube immer noch, dass der Grundsatz gilt, dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht.“ Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) dieser Tage im Interview mit Susanne Schnabel (ORF-„Report“).

 

Das ist die Grundlage. Der Grund für die Lage ist halbnackt und doch verborgen, kein Makel haftet an ihm, denn er ist ewig, keine Frage der Gemeinschaft, sondern eine Frage der Herrlichkeit! Eine Frage der Herrschaft, des Diktats. Rosendämmerung. Ermächtigung. Bis wir Sternchen sehen …