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Peanuts!

Peanuts!

Wenn die Politik an Trash-TV erinnert, sollte man sich fragen, ob Promis als Politiker überhaupt geeignet sind. Es geht längst zu wie in Hollywood: Paparazzi ersetzen die dünnen Inhalte politischer Debatten durch Bilder von Luxus-Urlauben und Party-Inseln. Und die Epstein-Affäre reiht sich dann wie von selbst ein in Schmuddel-Gate (=Kurz-Porno) und Flügelkampf. Jene endete mit einem Todesfall – Schmuddel-Gate mit einer Neuauflage von Türkis-Blau (gemeinsam einsam auf Ibiza)? Die Lauras dieser Trash-Kampagne werden die Wendlers dieser Trash-Kampagne in Zukunft zu weiteren Übernahmen der Journaille durch hippe Schurkenstaaten inspirieren, um am Ende als Nebenklägerinnen in boulevardtauglichen Schauprozessen gegen die Drahtzieher des großen Angriffs (vgl. HC Strache) als sexy Unschuldslämmer aufzutrumpfen. Die Lauras gehen in die Politik und die Wendlers … die wollen doch nur spielen. Und so vermischt sich weiter bunt und heiter Sex and Crime (Bonelli’s Sin Peaks!). Aber es gibt einen Lichtblick: Die Philosophen sterben nicht aus. Martin Sellner bleibt fleißig, empfiehlt und kommentiert für uns jenes dünne Tagesgeschäft der Politik – eine Mammutaufgabe; denn wo nichts ist, da kann auch nichts werden. Allein bei Martin Sellner (IB) da seint das Sein nicht, sondern es sellnert.

 

Epstein schweigt für immer, Trump ist raus aus der Nummer, Prince Andrew interessiert keine Sau mehr seit „Royal Sussex“ – wo keine Täter, da keine Opfer – und das Sein sellnert. Peanuts!

 

Lolita come home …